SCHLOSS UND SONNENTEMPEL

Gegen Mitte des 18. Jahrhunderts fanden die gestalterischen Ideen der Markgräfin Wilhelmine einen neuen Ausdruck von einmaliger Eleganz aus Stein: das Neue Schloss. Unweit des bisherigen Schlosses ließ sie eine Parkarchitektur errichten, deren strahlender Fixstern von da an das Neue Schloss war. Glasflüsse in Rot, Blau und Gelb sowie erlesene Bergkristalle verliehen dem Ensemble aus funkelndem Stein edlen Glanz. Der Sonnentempel des Apoll bildet das Zentrum des Neuen Schlosses. In der griechischen Mythologie bewohnt Apoll als Gott der Sonne und der Musik diesen Tempel. Zuoberst auf der Kuppel thront er mit seinem goldenen Wagen, gezogen von seinen Rössern, mit dem er tagsüber die Welt durchquert und sie erleuchtet.

Zwei Arkadengänge in Halbkreisform flankieren den Sonnentempel als Zentrum des Neuen Schlosses, die zur Zeit der Wilhelmine als Orangerie in der kalten Jahreszeit dienten. Heute finden Gäste der Eremitage hier das Café Orangerie vor. Herrlich lässt sich das barocke Ensemble von hier aus genießen.

Im Anschluss daran ließ die Markgräfin ebenfalls die Umgebung zu einem Glanzstück Bayreuths erblühen, indem sie den Sonnentempel und verschiedene Brunnenanlagen bauen ließ. Bis heute können Besucher des Schlossparks das Ruinentheater, die Untere Grotte und die Wasserspiele besichtigen und sich auf eine Zeitreise ins historische Bayreuth begeben.